Flamencoschule Sanchez

Juana Fernandez Juana Fernandez
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
          " Flamenco lernen und erleben wie in Spanien! "
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Geschichte Tanzstile Baile - Der Tanz Cante - Der Gesang Toque - Die Guitarre


  Baile (Tanz)

  Der spanische Tanz hat einen folkloristischen Ursprung, welcher im Laufe der Zeit
  auch von vielen anderen Kulturen geprägt und beeinflusst wurde. Da Spanien
  immer international orientiert war, entstand ein reger Austausch zwischen
  verschiedenen Ländern, so wurden ständig wieder neue Anregungen ins Land
  gebracht.
  Mit der Zeit entwickelte sich eine Beziehung des Tanzes aus Ost und West.
  Wobei die spanische Kultur sich selbst immer den größten Einfluss auf den Tanz
  beibehielt. So konnte der "jondo", der Urtanz Spaniens, trotzdem rein spanischen
  Ursprungs bleiben.
  Beim Tanzen eines "jondos" folgten Tänzerinnen und Tänzer in den urprünglichen
  Zeiten sehr stark ihrer eigenen inneren Musik! Begleitet wurde dieser Tanz nur
  von einem Männersologesang, dessen Melodien fast keine Abwechslung aufwiesen.
  Erst später kam die Gitarre als Begleitinstrument dazu. Der "jondo" besteht aus
  sehr viel Fußarbeit.
  Der meist von Männern getanzte Tanz elektrisiert durch das Aufstampfen der
  Füße und den Beinen des Tänzers in einer Art und Weise, daß das Gefühl
  entsteht, sein Körper würde einer lodernden Flamme gleichen.
  Auch Frauen nahmen an den Tänzen teil, wobei ihnen die Bewegungen des
  Oberkörpers zugeordnet waren.
  Mit den lockenden Bewegungen ihrer Hüften drückten sie Begierde
  und Verführung aus. Dieser Urtanz bildet die Grundlage für alle darauf folgenden
  Tänze!
  Die Tanzarten unterteilt man heute in : "baile rurales" und "baile domestico".
  Die "baile rurales" sind die sogenannten ländlichen Tänze und werden hauptsächlich
  in der Gruppe und in Reihen getanzt, da sie spontaner Ausdruck der Lebenslust sind.
  Sie bedürfen keines Publikums. Meist werden sie auf Dorffesten getanzt (Sevillanas).
  Die "baile domestico", die sogenannten gezähmten Tänze, sind eher Paar- und
  Solotänze. Diese beiden Gruppen kann man nicht voneinander abgrenzen, da ein
  fließender Übergang besteht!
  Das Zentrum des spanischen Tanzes wurde beeinflusst durch die Eroberung der
  Mauren Andalusiens.
  Im Tanz stellen die Spanier den Rhythmus der Natur dar, so zum Beispiel im Paartanz
  - dem Spiel zwischen den Geschlechtern. Dieses ethisch-erotische Element ist in fast
  allen spanischen Tänzen zu finden. (Eine Zwiesprache zwischen Mann und Frau)
  Die Formsprache der Spanier haben sie im Tanz und in der Musik gefunden !!!
  Die Kunst der spanischen Tänze ist es, dass das was durch sie ausgedrückt werden
  soll, so deutlich wie möglich dargestellt wird, um auch den Zuschauer in ihren Bann
  zu ziehen. Diesen Zauber nennen die Spanier "Duende". Der Duende unterscheidet
  das spanische Volk von allen anderen Kulturen.
  Es kann ein Rausch sein ... - auf jeden Fall ist es ein einzigartiges Erlebnis!!!